Leider etwas grippegeschwächt, aber dennoch sehr gut besucht, war unser Niederbayern-Stammtisch in Kirchdorf. Nach einer kurzen Begrüßung der 25 Teilnehmer durch Hans Biberger und Robert Lang, die vornehmlich aus der Hallertau, aber auch aus vielen anderen Stammtischen kamen, war der Abend ganz dem Jesuitenpater und Missionar Anton Gogeisl gewidmet.
Winfried Müller und Michael Mautner, beide Mitglieder im BLF
Im ersten Teil berichtete Winfried Müller zu den Münchner Archiven. Themen waren die aktuellen Besuchsreglungen in den Archiven (Corona), die Vorbereitung des Archivbesuchs unter Nutzung der Online-Findmittel sowie ein Überblick über neue Digitalisate, die von den staatlichen Archiven ins Internet gestellt wurden.
In Kooperation mit dem Stadtarchiv Augsburg werden die Malefikantenverzeichnisse digitalisiert und erfasst. Ein Malefikant (Maleficant) ist ein Missetäter, Übeltäter, Delinquent. In diesen Listen findet man die Namen von Deliquenten, das Vergehen und die Strafe. Die Verzeichnisse beginnen 1353 und reichen bis in die Mitte des 18. Jahrhundert.
Die in Altbayern seit dem 12./13. Jahrhundert bestehenden Land- und Pfleggerichte wurden ab 1800 mehrfach reformiert und umstrukturiert. Anton Huber beschreibt diese Veränderungen und deren Auswirkungen für die Suche nach Quellen in diesem Bereich.
Robert Lang, Leiter der BLF-Bezirksgruppe Niederbayern
Im Mittelpunkt des Vortrages stand das Mühlenprojekt der Bezirksgruppe Niederbayern. Nach einem Überblick über die geschichtliche Entwicklung von frühen Versuchen und Techniken, Korn zu mahlen, zum Mühlenwesen Anfang des 20. Jahrhunderts stellte Robert Lang die in der Entwicklung befindliche Mühlen-Datenbank vor. Obwohl die Entwicklung der Anwendung noch nicht abgeschlossen ist, konnte man schon einen guten Eindruck von der künftigen Ausgestaltung des Systems bekommen. Beeindruckend waren vor allem die Verknüpfungsmöglichkeiten zu anderen Anwendungen wie z. B.