Angeregt durch das Projekt der Bezirksgruppe Oberbayern im Oktober 2010 in München und bestärkt durch die Nachrichten des großen Interesses dort, entschließt sich die Vorstandschaft, einen "Tag der Familienforschung" in diesem Jahr auch in Passau anzubieten. Bei einer ersten Vorstellung der Projektidee bei Dr. Wurster, Direktor des Bistumsarchivs in Passau, war dieser sofort begeistert und bot spontan seine Mitwirkung als Mitorganisator dieses Tages an, was sich aus vielen Gründen für uns geradezu als ideal erwies.
Herr Steger, Archivar der beiden Fürstlichen Archive Oettingens (Oettingen-Wallerstein, Oettingen-Spielberg), stellte die beiden Archive vor. Auf über sechs Regalkilometern befinden sich neben Steuerbüchern, Leibeigenschaftsbüchern oder Akten auch zahlreiche Urkunden. Nach dem Vortrag besuchten die Teilnehmer eine hochinteressante Ausstellung mit besonderen Archivalien im Obergeschoss.
Es trafen sich 33 Familienforscher zu den Führungen durch das Fürstlich-Oettingisch-Wallersteinische-Archiv auf der Harburg und die Burg. Herr Steger, Archivar der beiden Fürstl. Archive Oettingens (Oettingen-Wallerstein, Oettingen-Spielberg), stellte die beiden Archive vor. Auf über sechs Regalkilometern befinden sich neben Steuerbüchern, Leibeigenschaftsbüchern oder Akten auch zahlreiche Urkunden.
Frau Dr. Kalesse, die stellvertretende Leiterin des Reichsstiftes. Das Kloster wurde am 21.09.1135 gegründet, nach und nach wurden zahlreiche Gebiete dazugekauft, so umfasste der Besitz z. B. die Pflegämter Ammerfeld, Tapfheim, Huisheim, Nördlingen oder Ingolstadt.
Walter Königbauer, Bayerisches Staatsministerium des Inneren
Mit dem am 1. Januar 1876 in Kraft getretenen Reichspersonenstandsgesetz wurde in Deutschland die staatliche Personenstandsregistrierung eingeführt. Die Beurkundung der Geburten, Heiraten und Sterbefälle hat seitdem ausschließlich durch die vom Staate bestellten Standesbeamten mittels Eintragung in die dafür anzulegenden Register zu erfolgen. Die von den Standesbeamten geführten Personenstandsbücher enthalten gerade für die Familienforschung sehr wertvolle Informationen. Allerdings unterliegt die Benutzung der Bücher rechtlichen Beschränkungen.
Zunächst ging Herr Rolle auf eine Statistik der Vereinsbibliotheken ein. Nur ca. 10 % der Mitglieder erscheinen als Autoren, 3 % haben eine eigene Chronik erarbeitet, davon jeweils 1/3 gut, mittelmäßig und mangelhaft, es fehlen Inhalt, Register, Quellen. Die Maximen zur Dokumentation gehen von allgemein verständlich, alterungsbeständig bis archivfähig und standardisiert. Er erläuterte die Probleme des Gedcomstandards. Die Haltbarkeit der Medien ist bekanntlich sehr unterschiedlich, CD und DVD haben eine Lebenszeit von ca. 20 Jahren, Papier, je nach Qualität, Jahrhunderte.
Nach Abwicklung der Regularien (Berichte des Vorsitzenden und des Kassiers mit erfolgter Entlastung) hat die turnusmäßig vorgesehene Neuwahl der Vorstandschaft stattgefunden. Nachdem zwei Vorstandmitglieder, Stefan Dorn als bisheriger 2. Vorsitzender und Reinhard Hofer, bislang Schriftführer, wegen starker beruflicher Belastung um ihre Ablösung gebeten hatten, sieht die neue Vorstandschaft nun wie folgt aus: Wolfgang Gerauer bleibt 1.
10.00 Uhr: Besuch des Stadtarchivs am Schloss mit Führung des ehrenamtlichen Archivars Hr. Puhane. Das Archiv ist erst umgezogen in die neuen Räume am Schlosspark, es ist noch nicht alles einsortiert, aber Material wird jederzeit ausgegeben im Lesesaal der Stadtbibliothek im Obergeschoss. Kontakt telephonisch über Hr. Puhane, der in Schärding wohnt. Wichtige Quellen im Archiv: Lambrecht Chronik mit Indexbänden.
Die 2. Bezirksversammlung fand im Gasthof Resch in Vornbach statt. Gedenken für den verstorbenen Gründungsvorsitzenden der Bezirksgruppe Herrn Michael Fischl durch Herrn Diedrich Salmann. Wichtigster Punkt der Tagesordnung war die 6-monatige Schließung des Bistumsarchivs in Passau. Der Direktor des Archivs, Herr Dr. Wurster erläuterte ausführlich die Gründe, stellte sich der Diskussion mit anwesenden Mitgliedern und gab einen Ausblick auf laufende Aktivitäten.